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3. Juni 2021

PODCAST #114: 3 TIPPS, WIE DU DEN PASSENDEN HUND FÜR DICH FINDEST

Welcher Hund passt zu mir? Welche Hunde sind für Anfänger geeignet? Egal, ob du gerade auf der Suche nach einem Hund bist, oder du bereits mit einem Hund dein Leben teilst. In dieser Podcastfolge gebe ich dir 3 Tipps, wie du den passenden Hund für dich findest. Denn die Auswahl ist groß: Möchtest du einen Hund vom Züchter kaufen oder lieber einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren? Möchtest du lieber einen Hundewelpen kaufen oder würdest du auch einen alten Hund adoptieren?

Meine Podcastfolge "3 Tipps, wie du den passenden Hund für dich findest" wird dir helfen den richtigen Hund zu finden und zu verstehen, weshalb dein Leben mit deinem Hund manchmal schwierig ist. Denn nicht nur für uns ist es zeitweise schwierig mit unseren Hunden. Auch für unsere Hunde ist es schwierig mit uns. Das gute daran, es gibt immer Lösungsmöglichkeiten, die euch beide glücklich machen werden.

In dieser Podcastfolge erfährst du: 

  • Die häufigsten Trugschlüsse bei der Suche nach einem Hund
  • Worauf du wirklich achten solltest, damit es für deinen Hund leicht wird sich in deinem Leben zurecht zu finden
  • Weshalb du es deinem Hund schuldig bist es ihm leicht zu machen
  • Welche Möglichkeiten die Schwierigkeiten im Zusammenleben bieten
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"Verständnis ist oft der erste Schritt, um Veränderungen zu ermöglichen."

Ich habe viele Gespräche geführt zur Vorbereitung vor dem Welpenkauf oder vor der Adoption eines Tierschutz-Hundes, ich habe Vorgespräche und Vorkontrolle für Tierschutzvereine gemacht und werde auch oft wegen meiner eigenen Tierschutz-Hunde gefragt. Dabei ist mir aufgefallen, wie weit die Vorstellungen der Hundemenschen oft von der Realität abweichen. Ohne dies jetzt gleich zu bewerten – mir ging es früher nicht anders – so birgt diese Abweichung doch ein Potenzial für Missverständnisse und Konflikte.


"Die Optik sollte nicht der erste und ausschlaggebende Faktor sein, wenn wir nach einem Hund Ausschau halten."

Oft ist aber genau dies das Erste, wonach geschaut wird. Wir gucken, ob uns ein Hund optisch anspricht. Ob er niedlich ist. Ob uns die Farbe gefällt. Ob wir ihn schön finden. Wir schauen nach bestimmten Rassen oder nach optischen Merkmalen, die wir besonders ansprechend finden. Die Optik sollte aber nicht der erste, ausschlaggebende Faktor sein, nach dem wir schauen. Schließlich sagt die äußere Erscheinung eines Hundes ziemlich wenig darüber aus, ob er gut zu uns und unserem Leben passt oder eben nicht.
Oft spielt auch die Größe des Hundes eine wichtige Rolle. Kleine Hunde gelten als tauglich für eher kleine Wohnungen, während große Hunde eher im großen Haus mit Garten gesehen werden. Das halte ich für einen großen Trugschluss.


"Auch ein großer Hund kann in einer kleinen Wohnung glücklich werden."

Natürlich sollte gewährleistet sein, dass auch einem großen Hund im Alter oder im Falle einer Krankheit noch gut in und aus der Wohnung geholfen werden kann.
Wenn ich z. B. in einem oberen Geschoss wohne und einen sehr großen Hund tragen müsste, dann ist das nur mit großem Aufwand möglich und unter Umständen eher unangenehm für den Hund. Gibt es einen Aufzug, ist es aber kein Problem auch mit einem großen Hund im oberen Stock zu wohnen. Da Hunde 18 bis 20 Stunden am Tag ruhen, kann auch ein großer Hund in einer kleinen Wohnung glücklich werden. Denn ihm ist es letzten Endes egal, ob er auf 20 Quadratmeter ruht oder auf 200 Quadratmetern. Ich selber lebe aktuell mit drei großen Hunden und einem weiteren Menschen auf 8 Quadratmeter in unserem ausgebauten Van und alle sind sehr, sehr glücklich gerade.


"Entscheidend ist die Frage: Was möchte ich zusammen mit meinem Hund machen?"

Die Größe spielt also eher eine Rolle bei der Frage: Bekomme ich meinen Hund auch noch in meine Wohnung, wenn er krank ist? Und auch: Was möchte ich zusammen mit meinem Hund machen? Wenn ich viel zusammen mit Hund in Restaurants, Cafés oder in belebten Städten unterwegs sein möchte, dann ist das mit großen Hunden oft schwieriger, als mit kleineren Hunden – die man sich auch einfach mal unter den Arm klemmen, in einer speziellen Tasche, Rucksack oder in einem Tragetuch tragen und so auch besser schützen oder zeitweise aus sehr stressigen Situationen rausnehmen kann.


"Welpen sind Überraschungspakete. Hunde in einem Alter von 3-4 Jahren und mehr haben ihre Persönlichkeit schon ausgebildet."

Ein weiterer Punkt, nach dem oft geschaut wird, ist das Alter. Das Motto ist: je jünger, desto besser und ein Welpe ist auch nicht vorbelastet. Dabei ist es aber so: Wie sich ein Welpe während der Pubertät entwickelt, ist nicht vorhersehbar und damit ist ein Welpe ein wahres Überraschungspaket.
Ein Hund der 3-4 Jahre oder älter ist, hat seinen Charakter bereits ausgebildet und es fällt viel leichter festzustellen, ob du und der betreffende Hund gut zusammenpasst. Deshalb empfehle ich immer, auch bereits erwachsene Hunde in Betracht zu ziehen, wenn du auf der Suche nach einem Hund bist.
Alle meine Hunde waren keine Welpen mehr, als sie bei mir eingezogen sind.


"In ALLEM – auch in den Eigenschaften von (Rasse)Hunden – stecken positive und negative Potenziale."

Nicht zuletzt spielt häufig die Rassebeschreibung eine ausschlaggebende Rolle bei der Entscheidung für einen bestimmten Hund. Dabei kann sie zum einem dem individuellen Hund natürlich gar nicht gerecht werden und zum anderen werden in den meisten Rassebeschreibungen ausschließlich die positiven Eigenschaften der Rasse hervorgehoben. Die möglichen negativen Folgen bestimmter Eigenschaften werden dagegen oft sehr beschönigt oder gar nicht dargestellt. Aber alle Eigenschaften haben sowohl positive als auch negative Potenziale und dies solltest du dir bei der Auswahl eines Hundes bewusst machen. Eine Rassebeschreibung solltest du so lesen, dass du die möglichen negativen Potenziale wahrnimmst und für dich überprüfst, ob diese für dich ok sind oder nicht.


"Mir ist es wichtig, dass wir die Zeit, die wir zusammen mit unseren Hunden haben, ganz, ganz intensiv und wertvoll nutzen können."

Neben Optik, Größe, Alter und Rassebeschreibung stellt der gesundheitliche Status oft Kriterium zur Auswahl dar. Leider haben Hunde mit Erkrankungen, Verletzungen oder Einschränkungen oft viel schlechtere Chancen auf ein neues Zuhause, als junge, gesunde Hunde. Alles was nicht gesund ist, fällt all zu oft durchs Raster.
Ich kann es verstehen, dass man einen jungen und gesunden Hund haben möchte, um möglichst viel Zeit mit ihm verbringen zu können. Doch die Zeitspanne alleine, die wir mit unseren Hunden haben, ist nicht so wichtig, wie die Intensität unseres gemeinsamen Lebens. Und auch bei einem Welpen oder gesunden Junghund kannst du letzten Endes nie sicher sein, dass er gesund bleibt.
Meine Hunde waren nie gesund – alle haben ihre gesundheitlichen Vorerkrankungen mitgebracht. Für mich spielt es keine Rolle, ob ein Hund nur noch ein Auge hat, auf 4 oder 3 Beinen läuft. Wichtig ist für mich, dass wir die gemeinsame Zeit genießen und das geht auch mit einer Erkrankung.


"Wenn wir irgendwann Abschied nehmen müssen, ist mir wichtig, auf ein erfülltes gemeinsames Leben zurück blicken zu können."

Worauf solltest du also achten, wenn du nach einem Hund suchst?
Eine Frage, die du dir stellen solltest ist: Wie aktiv bist du und wie aktiv sollte dementsprechend dein Hund sein?
Wenn du z. B. gerne aktiv bist und oft und lange wandern gehen möchtest, dann solltest du nach einem Hund Ausschau halten, der körperlich dazu in der Lage ist und der es auch von seinem Wesen her mag unterwegs zu sein. Hier ist es wichtig, sich nicht auf eine Rassebeschreibung zu verlassen, sondern den individuellen Hund kennen zu lernen.
Umgekehrt kann man zwar auch mit einem "Hibbelhund" regelmäßige Ruhezeiten trainieren, wenn dies aber von vornehinein klar ist, kannst du auch gleich nach einem ruhigeren Hund Ausschau halten, den längere Zeiten, in denen wenig Interaktion stattfinden kann - wie z. B. Bürozeiten - nicht so sehr frusten, weil er von sich heraus ein Bedürfnis nach Ruhezeiten hat.


"Der Hund hat sich NICHT nach dem Menschen zu richten!"

Ganz wichtig ist auch, zu schauen, dass die Bedürfnisse des Hundes und deine eigenen Bedürfnisse gut zusammenpassen. Denn wer oder was gibt uns das Recht zu verlangen, dass unsere Hunde sich nach uns zu richten haben? Dieses Recht haben wir nicht!
Unsere Hunde sind eigenständige Lebewesen mit eigenen Wünschen und eigenen Vorstellungen von ihrem Leben. Und dies sollten sie auch haben und ausleben dürfen.
Wenn du dir z. B. einen Hund wünschst, der dich viel in freier Natur begleiten soll und das am liebsten viel im Freilauf ohne Leine, dann solltest du dir überlegen, ob ein jagdlich hoch ambitionierter Hund der richtige Begleiter für dich ist bzw. ob du bereit bist, viel in das Training dieses Hundes zu investieren, damit sein Jagdverhalten für ihn und für seine Umwelt nicht zur Gefahr wird.
Je besser eure Bedürfnisse zueinander passen, desto einfacher ist es für deinen Hund, sich in deinem Leben zurechtzufinden und desto schneller wachst ihr zusammen.


"Wie geil wäre das denn bitte, wenn jeder Hund, der in ein neues Zuhause kommt, es einfach einfach hat, weil er von Anfang an sagt: 
Oh, ist das geil hier!"

Die letzte Frage, die du dir stellen solltest, ist: Wie viel möchte ich investieren, in unsere Beziehung und unsere Entwicklung und welche Erwartungen habe ich? Wieviel Veränderung bin ich bereit zuzulassen?
Also wieviel Zeit und Geld bin ich bereit in Training zu investieren? Wieviel Geduld und Ausdauer bin ich bereit zu haben? Und inwieweit bin ich bereit, meine eigenen Erwartungen und Vorstellungen ziehen zu lassen, um Platz für neue zu machen, die zu mir und meinem Hund passen? Wenn du es schaffst, hier achtsam hinzuschauen, dich auf deinen Hund einzulassen, dir Gedanken über Möglichkeiten zu machen, an die du bisher noch nicht gedacht hast und diese mutig umzusetzen, dann liegt darin das größte Potenzial für eine erfüllte Mensch-Hund-Beziehung.
Diese Verantwortung für Veränderung, Wachstum und Entwicklung sollte von uns Menschen getragen werden. Denn es wäre unfair, dies vom Hund zu verlangen, der ja meist kein Mitspracherecht hat, zu welchem Mensch und welches Umfeld er kommt. 
Jeder Hund hat es verdient, dass ihm eine Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen zugestanden wird und dass diese Beachtung finden. 

Möchtest du jetzt damit beginnen, das Leben von dir und deinem Hund positiv zu beeinflussen?
Ich gebe dir Tipps, die eure solide Mensch-Hund-Beziehung stärken.
Nutze von Herzen gerne meine 6 wichtigsten Tools, Anleitungen und Videos und verbinde dich mit deinem Hund. ♡


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