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16. Juni 2021

PODCAST #116: WAS DU VOR DEM JÄHRLICHEN CHECK UP WISSEN SOLLTEST – INTERVIEW MIT ANNE SASSON

Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut und wir alle sorgen uns um die Gesundheit unseres Hundes und wünschen uns, dass er am liebsten für immer gesund und munter bleibt. 
Um einen Status Quo über die Gesundheit unseres Hundes zu erlangen und eventuelle Erkrankungen möglichst früh zu erkennen, bieten viele Labore sogenannte Checkup-Profile an. 

Wie sinnvoll ist ein Checkup beim Hund? Was tun, wenn Laborbefunde für dich ein "Buch mit 7 Siegeln" sind? Welche Rolle spielen Laborwerte in der Therapie? Und was gibt es alles Wichtiges zum Thema Checkup zu wissen?

Für diese Podcastfolge habe ich Anne Sasson eingeladen, die sich mit Laborwerten bestens auskennt und es liebt, ihr Wissen dazu weiterzugeben.
Im Interview mit Anne erfährst du: 

  • Was ist ein Checkup und wozu ist er von Nutzen?
  • Wie oft sollte ein Checkup gemacht werden?
  • Was sind die häufigsten Fehler beim Checkup bzw. im Umgang mit den Ergebnissen?
  • Warum solltest du dich als Hundemensch mit Laborwerten auseinandersetzen?
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Wenn von einer CheckUp Untersuchung die Rede ist, dann ist meist eine Blutanalyse oder ein sogenanntes Blutbild gemeint. Es handelt sich also um Labordiagnostik.
Je nachdem, welches Labor die Analyse durchführt bzw. mit welchem Labor dein Tierarzt zusammenarbeiten, werden teils unterschiedliche Werte überprüft.
Meist erhält man Informationen über das rote Blutbild – also über die roten Blutkörperchen - das weiße Blutbild – die weißen Blutkörperchen - und die Blutchemie – auch oft als Organwerte bezeichnet.  Die Organwerte liefern Hinweise dazu, ob wichtige Organe wie Bauchspeicheldrüse, Leber und Niere noch gut funktionieren. Außerdem werden oft einige wichtige Mineralstoffe überprüft und evtl. auch einige Werte der Schilddrüse.


„Wir wollen nicht Veterinärmediziner werden, sondern wir wollen, dass es unseren Hunden gut geht und unseren Teil dazu beitragen.“

Anne Sasson


Bei gesunden Hunden dient ein Checkup in erster Linie der Kontrolle, ob gesundheitlich alles in Ordnung ist bzw. der Früherkennung von Erkrankungen.
Ein wertvoller Nebeneffekt des Checkup bei gesunden Hunden ist, dass individuelle Erfahrungswerte für den jeweiligen Hund gesammelt werden. Also ein Überblick über die unterschiedlichen Werte, wie sie in gesundem Zustand bei diesem Hund sind. Anhand dieser Erfahrungswerte fallen Abweichung oft sehr früh auf und damit können Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden.
Viele Organe können sehr gut ihre eingeschränkte Funktion kompensieren, sodass beim Hund keine Symptomatik sichtbar ist. Deshalb werden viele Erkrankungen als sogenannte „Zufalls-Befunde“ festgestellt bzw. können aufgrund von regelmäßigen Routine-Checkups rechtzeitig erkannt und behandelt werden.


„Viele Organe sind von der Natur so schlau gebaut und können extrem lange kompensieren. Funktionieren also noch sehr lange“

Anne Sasson


Beim erkrankten Hund kann ein Checkup zur Therapiekontrolle bzw. Verlaufskontrolle der Erkrankung sinnvoll sein und kann wichtige Hinweise dazu liefern, wie die Lebensqualität des erkrankten Hundes bewahrt bzw. verbessert werden kann.

Bei der Frage: „Wie oft sollte ein Checkup durchgeführt werden?“ spielt die Einstellung des Menschen eine sehr wichtige Rolle. Manchen Menschen ist es wichtig, jährlich oder halbjährlich einen Status über die Gesundheit ihres Hundes zu haben. Andere wiederum bevorzugen weitere Abstände.

Natürlich spielt es auch eine Rolle, wieviel Stress die Checkup-Untersuchung für deinen Hund bedeutet. Ist dein Hund sehr gestresst bei der Blutabnahme und augenscheinlich gesund und munter, so wirst du dir vermutlich genau überlegen, ob du ihn diesem Stress aussetzt.
Da es im Alter erfahrungsgemäß aber häufiger vorkommen kann, dass Untersuchungen beim Tierarzt notwendig sind, ist es sehr empfehlenswert, den Besuch in der Praxis in jüngeren Jahren mit dem Hund zu üben. Denke immer daran: Übe für den Notfall und nicht im Notfall.
Wenn du Besuche beim Tierarzt frühzeitig übst, dann ersparst du dir und vor allem deinem Hund unnötigen Stress in dem Fall, in dem eine Untersuchung unumgänglich ist.

Wenn du die Ergebnisse des Checkup in Händen hältst und auf die vielen Zahlen, Balken, Punkte oder Kurven schaust, dann ist das erste Gefühl oft: totale Überforderung. Wenn dann dein Tierarzt mit einem kurzen Blick auf die Ergebnisse nur meint: „Soweit alles in Ordnung“ du aber nur Bahnhof verstehst und verunsichert bist, weil es vielleicht einige Werte gibt, die außerhalb des Referenzbereiches liegen, dann: FRAGE NACH.


„Fragen, fragen, fragen, bis die Erklärung so ist, dass man sie verstanden hat“
Anne Sasson

Außerdem ist es wichtig, beim Anblick der Ergebnisse und einer möglichen Erkrankung nicht in Panik zu verfallen. Und ja, das ist nicht so einfach, aber aus Angst und Panik heraus trifft man oft schlechte Entscheidungen. Deshalb: Atme tief durch, lass dir die Ergebnisse und die Möglichkeiten der Behandlung ausreichend erklären und triff dann deine Entscheidung im Sinne deines Hundes.
Und ganz wichtig dabei: verliere nicht deinen Hund aus den Augen. Versteife dich nicht auf die Laborwerte bzw. messe ihnen nicht eine größere Bedeutung bei, als ihnen zusteht. Eine Behandlung sollte niemals das Ziel verfolgen, die Laborwerte zu verbessern. Sondern vielmehr, die Lebensqualität deines Hundes zu verbessern und möglichst lange zu erhalten, um ihm trotz Krankheit ein schönes Leben zu ermöglichen.


„Laborwerte sind ein super hilfreiches Instrument, um gute Entscheidungen im Sinne des Hundes zu treffen.“
Anne Sasson

Deshalb solltest du dich als Hundemensch auch zumindest in Grundzügen mit Laborwerten beschäftigen.
Das heißt jetzt nicht, dass du gleich Veterinärmedizin studieren musst.
Ein gutes Grundwissen zu gesundheitlichen Themen hilft dir aber ungemein, um zusammen mit dem/der behandelnden Therapeut:in Entscheidungen im Sinne deines Hundes treffen zu können.
Ein gutes Grundwissen hilft dir, im Falle eines Falles gute Fragen stellen zu können und ermöglicht dir, selbst Verantwortung zu übernehmen, handlungsfähig zu sein und sich weniger ausgeliefert zu fühlen. Wissen nimmt dir Angst. Wenn du dich mit Laborwerten und gesundheitlichen Themen auseinandersetzt, dann machst du dich mit diesen bekannt und sie verlieren einen Großteil ihres Schreckens.
Sich Wissen zu Laborwerten anzueignen ist – wie das Üben mit dem Hund, dass Tierarzt und Praxis nicht automatisch Stress bedeuten müssen – ein Üben für den Notfall. Auf dieses Wissen kannst du dann im Notfall zurückgreifen und gute Entscheidungen treffen.


„Für ein verantwortungsvolles Leben mit deinem Hund ist es wichtig, immer mehr Wissen zu haben.“

Anne Sasson


Alles Wissenswerte zu Anne Sasson:

Wenn du mehr zu Anne Sasson und zu ihrem Kurs "Endlich Durchblick bei Laborwerten" erfahren möchtest, dann findest du hier ihre Links. 

Ich kann Anne wärmstens empfehlen und schätze ihre Art der Wissensvermittlung sehr. Bei ihr bekommst du unglaublich viel Wissen rund um die Gesundheit von Hunden aus einer Hand und auf verständliche und charmante Weise erklärt. 

Hier findest du Anne's Homepage.

Und hier findest du alle Infos zu Annes Kurs "Endlich Durchblick bei Laborwerten" der am 05.07.2021 startet.

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Tags

Gesundheit, Problemverhalten, Senior, Tierarzt


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