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16. Mai 2019

PODCAST #19: WARUM DU DEINE WORTE ACHTSAM WÄHLEN SOLLTEST

Worte formen Gedanken und Gedanken formen Worte. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein, denn dieses Wissen ist entscheidend dafür, wie wir die Welt sehen und wie wir uns fühlen. Das Ziel ist es nicht einfach alles zu beschönigen, sondern vielmehr achtsamer zu sein und möglichst wertungsfrei Situationen entgegen zu treten, um ihr Potenzial zu erkennen. Und genau an diesem Punkt ist die Wahl der Worte von entscheidender Bedeutung, vor allem auch im Zusammenleben mit deinem Hund.

In dieser Podcastfolge erfährst du:

  • Weshalb es wichtig ist seine Worte achtsam zu wählen
  • Wie du es schaffen kannst leichter mit deinem Hund durchs Leben zu gehen
  • Warum die Wahl der Worte essentiell für deinen Trainingserfolg ist
  • Was das verborgene Potenzial ist und wie du es für dich und deinen Hund nutzen kannst
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Der eigentliche Grund, warum du deine Worte achtsam wählen solltest, liegt darin, dass deine Worte Gedanken formen und Gedanken formen wieder neue Worte. Das bedeutet für dich, in dem Moment, wo du etwas aussprichst, gelangt es wieder in dein Ohr, somit in deinen Kopf und formt dort wieder neue Gedanken. Dadurch fängst du an, Situation zu bewerten.


„Deine Worte formen deine Denkweisen.“

Ein sehr gutes Beispiel ist das Wort „Dominant“. Wie bewertest du es selbst? Was löst es in dir für Gedanken und Emotionen aus? Sehr wahrscheinlich sind es negative Emotionen wie Unterdrückung und Gewalt. Wenn du oder jemand von Außen deinen Hund als dominant nennt, ist es negativ besetzt und bestimmt so dein Handeln. Ein weiteres gutes Beispiel ist das Wort „Kommando“. Es ist prinzipiell nur ein Wort. Es ist keine Frage. Es ist ein Gesetz. Ich gebe ein Kommando, so wird es ausgeführt! Dies formt wieder negative Gedanken und du wertest eine Situation negativ. So wirst du anderen Menschen oder deinem Hund nicht gerecht. Statt dem Wort Kommando könntest du es Signal oder der Bitte nennen. Es fühlt sich komplett anders an. Und wenn er der Bitte nicht nachgekommen ist, fühlt auch das sich ganz anders für dich an.

Das letzte konkrete Exempel, welches ich nennen möchte, ist das Wort „Hundebesitzer“. Da stellt sich mir sofort die Frage: Kann man ein anderes Lebewesen besitzen? Nein. Du kannst es in deinem Umfeld haben. Aber Besitz suggeriert, dass er dir gehört. Deshalb nutze ich persönlich nur noch das Wort Hundemensch. Deine Worte formen deine Denkweisen. Du kaufst dir einen Hund. Rein rechtlich gesehen ist es ein Kauf. Aber emotional gesehen ist es kein Kauf sondern eine Aufnahme.


„Deine Gedanken schaffen deine Realität.“

Ich denke, wir Hundemenschen sind in der Pflicht, die Welt so zu gestalten, dass sie für beide passt. Diese Fähigkeiten hat dein Hund leider nicht. Er kann nicht den Mund aufmachen und dir mit teilen, dass ihm gewissen Sachen nicht passen. Er ist darauf angewiesen, dass du es änderst. Es ist ein wichtiger Schritt, wenn du die Beziehung oder Freundschaft zu deinem Hund intensivieren möchtest, dass du deine Worte richtig wählst. Du sollst dich nicht verbiegen, es sollte nicht anstrengend für dich sein, sei einfach achtsam mit deine Gedanken oder Worten und hinterfrage sie. Für dich und alle anderen. Es entsteht immer in deinem Kopf. Deine Gedanken schaffen deine Realität. Es liegt also an dir. Wie sprichst du es aus, welche Worte nutzt du für dich? Sind die Gedanken oder Emotion negativ, dann werden auch diese sich von Mal zu Mal verstärken. Hinterfrag dich. Hinterfrage deine Emotion und Gedanken. So kannst du auch nicht so optimale Begegnungen gut für dein Training mit deinem Hund nutzen. Nutze gerade diese Situationen um dich und deinen Hund auf das nächste Trainings Level zu bringen. Du bleibst gelassen und holst das Optimum auch aus solch ungünstigen Konstellation. Und das einfach, in dem du die anderen nicht verurteilst und dich diesen negativen Emotionen nicht hingibst.

Worte formen deine Gedanken. Wenn du von Anfang an eine Situation negativ bewertest, dann eskaliert sie dir mit hoher Wahrscheinlichkeit. Dein Training wird dadurch schlecht, du wirst unachtsam und verschwendest so viel Energie für diese negativen Gedanken, die dir am Ende nichts bringen. Gehst du in eine Begegnung und sagst: Diese Situation wird knifflig. Was kann ich tun, um Sie gut zu überstehen? Die Begegnung läuft augenscheinlich gleich ab, unterscheidet sich aber extrem für dich. Was passiert, kannst du also massiv beeinflussen.


„Die Menschen schenken dir Trainingssituationen.“

Das verborgene Potenzial. Bedeutet alles, was es auf der Welt gibt oder passiert, ist wertungsfrei anzunehmen. All diese Dinge sind weder gut noch schlecht. Sie sind einfach nur da. Ob es gut oder schlecht für dich wird, das ist verborgene Potenzial. Und alles hat das Potenzial, etwas Gutes oder etwas Schlechtes zu werden. Für den einen ist es etwas Gutes, für den anderen etwas Schlechtes. Du kannst es aktiv über deine Gedanken und Worte beeinflussen.

Deine Worte sind einer der größten Schlüssel überhaupt. Du kannst bestimmen, in welche Richtung es sich entwickelt. Geh mal in dich hinterfrage und überprüfe es mal ein oder zwei Tage lang. Dann wird dir auffallen, wie viel du beeinflussen kannst von dem, was dir oder deinen Hund passiert. Es sind also nicht immer doofe Umstände. Die Menschen schenken dir Trainingssituationen. Sie schicken dich nicht in Situationen, die du nicht schaffen kannst. Das ist nicht wahr. Sie geben dir die Chance zu wachsen, sodass du in künftige Begegnungen gelassener gehen kannst. Fühlt sich gleich ganz anders an, oder?  Es ist die gleiche Situation, nur ein anderer Fokus. Nicht negativ, sondern wertungsfrei.

So kannst du neue positive Gedankensamen in deinen Kopf pflanzen und dich das nächste Mal besser fühlen. Jedes Mal, wenn du es ihn wertungsfrei „gießt“, kann der neue Gedankensamen wachsen und wachsen.


„...vieles wird leichter.
Wenn du anfängst, sie wertungsfrei anzunehmen.“

Genau das Gleiche passiert bei negativen Gedankensamen. Was wäre da das Ergebnis? Nicht, dass du dich besser fühlst oder ihr leichter durchs Leben geht. Deshalb ist es so wichtig, darauf zu achten, was du sagst und denkst. Und wie du es aussprichst, denn am Ende landet es wieder in deinem Kopf.

Wenn du negative Gedanken bekommst. Dann fange an zu hinterfragen. Warum fühlst du dich so? Wie fühlst du dich überhaupt? Bist du wütend, verletzt oder hast du Angst?

Was formt deine negativen Gedanken? Wie sind deine Wertvorstellungen? Daran werdet ihr wachsen und wachsen und du verstehst Zusammenhänge und vieles wird leichter. Wenn du anfängst, sie wertungsfrei anzunehmen. So werden aus schwierigen, einfach knifflige Situation. Das muss das Ziel sein. Es ist eine superschöne Stellschraube im Training mit deinem Hund und du gibst euch Raum zum Wachsen.

Hinterfrage einfach mal deine „Wort-Klassiker“. Welche Worte nimmst du öfter mal in den Mund? Gibt es dazu eine schönere Alternative, die in dir andere oder positive Emotionen hervorrufen? Überleg mal und tausch sie aus. Für ein oder zwei Wochen. Ich bin mir sicher, es hat einen absolut tollen Effekt für dich und deinen Hund.

Viel Spaß beim Gedankenformen.


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