Achtsamkeit, ein Wort das immer häufiger auf verschiedenen Kanälen zu lesen ist. Trend? Ich bin dankbar für diese Entwicklung. Ein Wunsch bleibt bei mir noch offen. Ich wünsche mir, dass dieses Wort nicht nur gesagt und geschrieben, sondern auch gelebt wird. Denn eine Vielzahl der Alltagsprobleme die meine Teams und viele andere Hundemenschen belasten wären dann nicht mehr so dramatisch.

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, Gedanken, Gefühle und Situationen wahrzunehmen ohne sie zu bewerten. So ist es möglich sich nicht direkt in die erste Reaktion der eigenen Gedanken und Gefühle zu stürzen, sondern alles aus einer Beobachterperspektive aus zu betrachten. Dadurch kannst du proaktiv Entscheidungen treffen ohne dich von deinen Gedanken und Gefühlen in eine falsche Richtung lenken zu lassen.

Ist es denn falsch, sich von seinen Gedanken und Gefühlen leiten zu lassen? Jein. Unser erster Eindruck ist oft gefärbt durch unseren ganz individuellen Filter, unser Filter aus Erfahrungen, Gefühlen und der täglichen individuellen Lage. Das Problem bei mangelnder Achtsamkeit liegt darin, dass wir dadurch schneller Verurteilen, unüberlegt handeln und unsere Situation so nur selten verbessern können.

Ein Beispiel aus meinen vergangenen Tagen: Ich war mehrere Wochen mit den Hunden und dem Bus unterwegs in absoluter Freiheit, Harmonie und umgeben von unendlich vielen netten, entspannten und inspirierenden Menschen. Wieder zurück in Deutschland packte mich nach wenigen Tagen der Frust. Wieder zu Hause, sich wieder mehr einschränken müssen, umgeben von Menschen die sich gern beschweren, etc. Und dann kam eine unachtsame Situation. Ich ging zum Auto, einer meiner Hunde musste auf Toilette, ich tütete das Häufchen ein und ließ es am Wegesrand liegen, um es wenige Minuten später zum Müll zu bringen. Ein Mann sprach mich recht unfreundlich an, dass ich das wegräumen soll. 

Ich etwas unglücklich durch das fiese Wetter, das Umfeld in dieser Stadt, die Einschränkungen war sofort sauer. Meine Antwort fiel noch nett aus, doch danach ging meine Achtsamkeit flöten. Wie oft ich mich diesen Tag darüber beschwert habe, dass ALLE so oder so sind. Meine Verallgemeinerungen in meinem Kopf fanden kein Ende. Bis ich abends den Tag Revue passieren ließ, bemerkte wie es mir schlechter ging und beschloss selbst Verantwortung für mich, meine Gefühle und meine Handlungen zu übernehmen.

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Nein, weder der Mann, noch die beendete Reise oder das schlechte Wetter waren Schuld an meiner Lage und meiner Unzufriedenheit und erste recht nicht an meiner Wahrnehmung. Die Verantwortung hierfür lag ganz bei mir. Ich hatte sie durch unachtsames Handeln abgegeben.

Wie du deine Achtsamkeit stärken kannst

Tatsächlich ist dies eines der häufigsten Schwierigkeiten von denen mir immer wieder berichtet wird. Wenn ein bestimmter Spruch kommt oder eine Situation entsteht verlieren die Menschen die Fassung, sind wütend, verletzt oder haben Angst. Das Training stagniert und niemandem ist geholfen, erst recht nicht dem eigenen Hund.

"Der tut nix."

"Die klären das unter sich."

"Wenn sie sich mal durchsetzen würden,..."

"Komm wir gehen weiter. der Hund trägt einen Maulkorb. Der ist gefährlich."

Hier geben wir gern die Verantwortung für unsere Gefühle und Gedanken ab an unsere Außenwelt. Das Problem dabei ist, dass sich nichts verändern wird. Vor allem nicht zum positiven. Was also kannst du tun, um dich aus diesem Hamsterrad zu befreien?

Konzentriere dich auf dich und deinen Hund. Nimm bewusst wahr, was in diesem Moment geschieht. Atme tief durch und entscheide dich dafür so zu handeln, dass es dir und deinem Hund besser geht. Atmen. Atmen vergessen die meisten Menschen in diesen Momenten. Sie frieren ein und dann... passiert nichts sinnvolles mehr.

Warum du achtsam mit deiner umwelt umgehen solltest

Wenn auch nur jeder zehnte Hundemensch achtsamer durchs Leben gehen würde, wäre sicher das Leben vieler um ein vielfaches schöner. Und genau das ist doch das Ziel. Das schönste Leben zu führen, dass man kreieren kann. Für sich und für andere. Nicht jeder Mensch, der seinen Hund am Halsband führt ist ein schlechter Mensch. Er weiß es vielleicht noch nicht besser?

Nicht jeder Mensch, der seinen Tut-Nix ohne Leine flitzen lässt ist ein Egoist. Vielleicht hatte er bisher nur Tut-Nixe? 

Nicht jeder Mensch, der seinen Hund nicht mit im Bett schlafen lässt ist lieblos. Vielleicht ist es ihm einfach zu viel Sand auf dem Laken?

Nicht jeder Hund mit Maulkorb ist gefährlich. Vielleicht frisst er nur unentwegt alles herumliegende und der Trainingsstand ist noch nicht so weit?

Verallgemeinerungen helfen niemandem, weder in der Geschichte noch in der Zukunft. Jede Situation, jeder Mensch und jeder Hund sollte immer wieder individuell und achtsam betrachtet werden, möglichst ohne unseren persönlichen Filter. Nur dann ist es möglich die Situationen als das zu sehen was sie sind und nicht das, was wir denken. Dadurch wird dir produktives Handeln möglich, du gelangst an Sicherheit, Vertrauen und das gemeinsame Leben von dir und deinem Hund wird sich weiter entwickeln. Tag für Tag ein bisschen schöner, harmonischer, glücklicher und leichter.

Nicht nur deins, auch das deiner Mitmenschen. Denke immer daran, hinter jedem Mensch und jedem Hund steckt eine Geschichte. Jeder hat seinen individuellen Filter. Nimm ihn hin und wieder ab und übe dich in Achtsamkeit.

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu

Mögen alle Lebewesen überall glücklich und frei sein. Mögen meine Taten, Gedanken und Worte in einer Form zum Glück und Freiheit aller beitragen.

Deine Tina