6 TIPPS, DIE EURE LEINENFÜHRIGKEIT SOFORT VERBESSERN

6. März 2018

Für mich stellt Leinenführigkeit eines der schwierigsten Verhalten dar, die unsere Hunde lernen sollten.  Schwierig wird es, da wir unsere Hunde hierbei enorm einschränken. Wir beschränken ihren Bewegungsradius auf eine gewissen Länge. An einer normalen Führleine hat der Hund oft nur 1,5 - 2 Meter zur Verfügung. Demnach kann dein Hund seinen Bedürfnissen nur noch sehr eingeschränkt nachgehen. Das erfordert einiges an Impulskontrolle, erzeugt Frust und verlangt ein hohes Maß an Konzentration. Schließlich muss dein Hund es schaffen, die Leinenlänge die gesamte Zeit im Blick zu haben. Vermutlich laufen genau deshalb viele Hunde schlecht an lockerer Leine. Mit den folgenden Tipps kannst du deinem Hund sofort helfen, besser an lockerer Leine zu laufen.

Nutze eine längere Leine

Eins ist klar: Je länger die Leine, desto leichter fällt es deinem Hund in der Regel diese locker zu lassen. An einer längeren Leine kann dein Hund besser seinen Bedürfnissen nachgehen. Er kann mal etwas schneller, mal etwas langsamer laufen. Er kann auch mal am Wegesrand schnüffeln gehen. Er hat einfach mehr Schritte zur Verfügung bis die Leine zu Ende ist. Dadurch reduzierst du Frust bei deinem Hund und hilfst ihm, weniger Fehler zu machen. Ich empfehle dir eine Leine ab 3 Metern Länge zu nutzen. 5 Meter sind für die meisten Hunde, die Leinenführigkeit erst erlernen müssen, meist besser. Achte hierbei jedoch auf das Material. Es sollte nicht zu schwer sein, damit dein Hund so wenig Gewicht wie möglich ziehen muss. Ich selbst nutze Leinen aus Biothane oder Paracord. Sie sind schön leicht und es gibt sie in allen möglichen Ausführungen und Längen.

Trainiere ein Leinen-Ende Signal

Für ein Leinen-Ende Signal solltest du in jedem Fall eine längere Leine nutzen. Ergänze an deiner Leine eine optische Markierung für dich, wann der letzte Meter der leine beginnt. Ich nutze hierfür gern Malerkreppband. Sobald der letzte Meter der Leine angebrochen ist, sagst du deinem Hund sein Leinen-Ende Signal. Bei mir heißt diese Übung "Langsam". Wird dein Hund langsamer kannst du ihn belohnen, läufst weiter in eure Richtung und freust dich darüber. Läuft dein Hund in das Leinen-Ende hinein bleibst du stehen, drehst dich um und lockst deinen Hund stimmlich mit dir mit. Nun geht ihr in eine andere Richtung. Kommt dein Hund mit in deine Richtung wird er dafür belohnt. So lauft ihr eventuell anfangs ein ziemliches Zick Zack, wenn du deinen Hund jedoch konsequent vorwarnst, wann die Leine zu Ende ist, wird er recht schnell langsamer werden. Schließlich möchte er eigentlich gern weiter in seine Richtung laufen. Gleichzeitig zeigst du ihm, wie toll es ist, wenn er mit dir mit läuft, indem du ihn dafür belohnst.

Bei diesem Signal solltest du darauf achten, dass dein Hund für ein langsamer werden nicht bei dir belohnt wird. Du kannst ihm das Leckerchen zum Beispiel zuwerfen. Ziel dieser Übung soll nicht werden, dass dein Hund bei "Langsam" zu dir kommt. Daher ist es wichtig ihn hierfür an Ort und Stelle zu belohnen, an der er sich gerade befindet. Musst du jedoch umdrehen und dein Hund kommt mit, solltest du die Belohnung hierfür in jedem Fall bei dir geben. Hier fragst du ein anderes Verhalten ab. "Langsam" hat nicht funktioniert, also wechselst du in diesem Moment zu "komm mit mir mit". Da ist es absolut sinnvoll direkt bei dir zu belohnen.

Also: Belohnung für "Langsam" - direkt beim Hund, Belohnung für "umdrehen" - direkt bei dir

Nutze ein klares Signal für Leinenführigkeit

Mit einem Signal machst du es deinem Hund einfacher zu verstehen, was du gerade von ihm erwartest. Für die Leinenführigkeit eignet sich ein Wort als Signal weniger. Bei der Leinenführigkeit erwartest du ein dauerhaft gezeigtes Verhalten. Dein Wort hat dein Hund vermutlich ziemlich schnell vergessen. Dementsprechend vergisst er dann auch, welches Signal gerade gefragt war. Einfacher wird es, wenn du eindauerhaftes Signal nutzt. Ein Signal, welches die gesamte Zeit anwesend ist. Du kannst zum Beispiel ein Halstuch nutzen, welches du deinem Hund umbindest, während ihr Leinenführigkeit übt. Ich habe dies über die Art der Leine trainiert. Wenn meine Hunde ihre Führleine (2 Meter) dran haben, laufe sie locker neben mir. Haben sie eine Schleppleine oder Flexileine dran können sie frei laufen. Hier nutze ich das Leinen-Ende Signal, damit sie wissen, wann die Leine zu Ende ist. So sind es für den Hund klar erkennbare Muster an die er sich halten kann. Je klarer dein Signal und die Situation ist, desto leichter wird es für deinen Hund das gewünschte Verhalten zu erlernen.

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Belohne gutes Verhalten

Ich bin mir sicher, dass dein Hund immer wieder mal auf deiner Höhe läuft. Auch wenn es nur ein Schritt ist. Genau diesen einen Schritt solltest du einfangen und belohnen. Wenn du ein Markersignal benutzt kommt dieses in dem Moment, in dem dein Hund neben dir ist. Wenn du kein Markersignal nutzt kannst du auch dein Lobwort nehmen. Direkt danach bekommt dein Hund seine Belohnung bei dir. Ich nutze hierfür immer den Ort neben meinem Knie. So kann mein Hund einen fixen Punkt erlernen. Wenn du gutes verhalten deines Hundes einfängst fühlt es sich für deinen Hund gar nicht wie Training an. Außerdem werden alle anderen Übungen zur Leinenführigkeit mit deinem Hund leichter, wenn er weiß, dass es neben dir ziemlich toll ist.

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Überfordere deinen hund nicht

Wir hatten bereits darüber gesprochen, wie schwierig es für Hunde ist an lockerer Leine zu laufen. Daher solltest du zwei Dinge unbedingt beachten, um deinen Hund nicht zu überfordern.

Achte auf die Trainingsdauer

Wenn du beginnst Leinenführigkeit mit deinem Hund zu trainieren, solltest du die Trainingszeiten ziemlich kurz gestalten. Trainiere nur wenige Minuten Leinenführigkeit und gönne deinem Hund direkt eine Pause an der Schleppleine oder im Freilauf. Das wiederholst du immer wieder. Du wirst merken, dein Hund schafft mit der Zeit immer längere Trainingseinheiten an lockerer Leine.

Sorge für Entspannung

Je aufgeregter dein Hund ist, desto schwieriger wird es für ihn an lockerer Leine zu laufen. Daher solltest du immer auf eine entspannte Trainingssituation achten. Nutze einen Ort der deinen Hund nicht zu sehr aufregt und der wenige Ablenkungen bereit hält, wenn ihr mit dem Training beginnt. Starte dein Leinenführigkeitstraining erst zum Ende eures Spaziergangs, nicht direkt am Anfang. Solltest du einen sehr aufgeregten Hund haben kannst du eine Strecke hin und her laufen, wenn du spazieren gehst und Leinenführigkeit übst, statt eine Runde zu laufen. Der Rückweg wird für deinen Hund dann deutlich entspannter, da er die Strecke bereits ein Mal abgeschnüffelt hat.

Nutze einen Trainingsplan

Zum Schluss möchte ich dir einen Trainingsplan ans Herz legen. Ein Trainingsplan hilft dir euer Training im Blick zu behalten und eventuelle Fehler zu finden. Außerdem hast du so einen roten Faden, an dem du dich orientieren kannst. Dein Trainingsplan sollte verschiedene Schwierigkeitsstufen beginnend mit der kleinsten beinhalten. Ist diese geschafft, kannst du zur nächsten Stufe wechseln. Wenn du mit der schwierigeren Stufe beginnst, solltest du deine Trainingszeit wieder verkürzen. So kannst du Schritt für Schritt mit deinem Hund alle Situationen trainieren die in eurem Alltag vorkommen.

Mit diesen Tipps kommst du deinem Ziel ziemlich schnell ein ganzes Stück näher. Ich wünsche dir wie immer viel Spaß beim trainieren mit deinem Hund.


Deine Tina