3 TIPPS, DIE DEINEN SPAZIERGANG SOFORT SCHÖNER MACHEN

19. Dezember 2017
Spaziergang

Kennst du das auch? Deine Spaziergänge arten regelmäßig in Stress aus, das Wetter passt nicht, dein Hund benimmt sich nicht oder Mitmenschen scheinen dich ärgern zu wollen? Dein Spaziergang wird mehr zu einer Aufgabe, als zum Vergnügen? Wenn es dir so geht, dann wird es für deinen Hund vermutlich ähnlich sein. Nichts ist trauriger, als ein Spaziergang ohne Erholung, Freude und Entspannung. Spaziergänge sollten für dich und deinen Hund eine Bereicherung werden, statt eine unausweichliche Aufgabe. Solltest du einen schweren Tag haben helfen dir meine 3 Tipps wieder die Ruhe und Entspannung zu finden die euch der Spaziergang bieten sollte.

1. Nimm dir Zeit, Tee und Leckerli

Zeit

Das sind meine 3 wichtigsten Begleiter auf einem Spaziergang. Zeit ist der wichtigste Faktor, um einen entspannten Spaziergang zu erleben. Sitzt sie dir im Nacken wirst du anfangen zu drängeln, immer wieder auf die Uhr schauen und euch beiden die Stimmung gründlich vermiesen. Plane deinen Tag so, dass ausreichend Zeit für den Spaziergang bleibt. Ich plane für eine Strecke von 60 Minuten gern 120 Minuten ein. So kann ich tatsächlich gaaaanz entspannt spazieren gehen und bin nie zu spät zurück. Herrscht Zeitnot nutze ich sie lieber für eine kleine Pipirunde und beschäftige meine Hunde dann in der Wohnung. Hier kann ich das ganze entspannter angehen lassen, da ich nicht noch eine gewisse Strecke zu laufen habe. Wir üben so lange lustige Dinge wie es die Uhr zulässt.

Tee

Mit dabei ist in der kalten Jahreszeit immer ein Thermobecher mit Tee. Im Sommer ist es eine Flasche mit Smoothie oder Saft. Ich weiß nicht warum, aber habe ich meinen Becher dabei bin ich ruhiger. Vermutlich ist es die Assoziation des Pause machens mit bestimmten Getränken. Mein Freund hat oft einen Kaffee dabei. So fällt es mir nicht besonders schwer zu warten, sollte es bei meinen Hunden mal wieder länger dauern. Ich kann entspannter warten, trinke einen Schluck und genieße die frische Luft. Ohne meinen Becher fällt mir das deutlich schwerer. Außerdem wärmt oder kühlt mein Getränk mich entsprechend zur Jahreszeit. Auch das ist natürlich ein angenehmer Effekt.

Leckerli

So wie ich für mich den Tee dabei habe, sind in meiner Tasche immer kleine Leckereien für meine Hunde. Für nettes Verhalten belohne ich sie, den gesamten Spaziergang. Warum auch nicht, sie haben es sich verdient. Weißt du, was dadurch passiert? Ich muss meine Hunde nur sehr selten zu etwas auffordern. Die meiste Zeit verhalten sie sich einfach von selbst toll. Das belohne ich natürlich wieder. Es ist wahnsinnig angenehm einfach laufen zu können und die Natur zu genießen ohne ständig den Hund bequatschen zu müssen. Ich muss ihnen nicht mehr ständig sagen, was sie zu tun haben. Ich sage ihnen oft nur noch, was sie toll machen. Das fühlt sich verdammt gut an, für mich und meine Hunde.

2. Laufe nicht ins Feuer

Nein, du musst durch keine Situation durch. Dein Hund ebenso wenig. Suche dir für deine Spaziergänge Strecken aus, auf denen ihr eure Ruhe habt. Dein Hund hat Angst vor Menschen? Dann ab in den Wald, abseitsständest von Angstauslösern die euer Leben unnötig schwer machen. Das bedeutet nicht, dass du sie lebenslänglich meiden solltest. Aber es macht auch keinen Sinn, dich und deinen Hund jeden Tag damit zu konfrontieren. Nimm dir lieber feste Trainingszeiten in deinen Kalender. Dazu kommen feste Erholungsspaziergänge die ihr einfach nur genießen könnt. Ich selbst mache nicht mehr als 2 Trainingsspaziergänge pro Woche. Die restliche Zeit sind wir auf Strecken unterwegs bei denen wir allein sind. Sicherlich trainiere ich hier trotzdem an Jagdverhalten und Co. Aber unsere wirklichen Schwierigkeiten treffen wir hier nicht.

So können wir alle gemeinsam runter fahren und Stress abbauen. Dadurch haben wir neue Energie und Geduld, um in die nächste Trainingssituation zu gehen. Ist der Körper bereits voll mit Stress wird wohl kaum eine Trainingssituation sinnvoll enden.

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Gemeinsam statt Einsam

Stehst du oft allein in Wald und hast das Gefühl dein Hund hat dich vergessen? Wünscht du dir mehr Aufmerksamkeit, um die gemeinsame Zeit mehr genießen zu können?

In diesem Minikurs bekommst du meine 4 wichtigsten Übungen für mehr Aufmerksamkeit bei deinem Hund.

Außerdem solltest du immer deine Umwelt mit bedenken. Du kannst deine Umwelt nicht erziehen, so schön das auch wäre. Und auch dein Hund muss nicht lernen alles super zu finden. Ich selbst trainiere bis an den Punkt an dem wir gemeinsam glücklich sind. Die restlichen Situationen manage bzw. meide ich. Zum Beispiel meide ich beliebte Wege zur Hauptgassizeit. Hier werden Hunde immer wieder massiv bedrängt, gemobbt oder fast schon genötigt. Eine der Erklärungen hierfür, die klären das unter sich, sie brauchen doch Sozialkontakt, meiner will nur spielen. Ich kann auf diese Situationen verzichten, meine Hunde ebenso. Außer Stress und Unwohlsein bieten uns diese Runden nichts. Und meine Umwelt werde ich wohl nie dazu bekommen unsere Wohlfühldistanz zu wahren. Also meide ich sie, unsere "Feuersituationen".

3. Sei Achtsam, Laufe gegen den Strom

Wer hat eigentlich festgelegt, dass eine Gassistrecke immer geradeaus geht? Wieso nicht im Zick Zack, Vor Zurück Vor oder in Schlangenlinien? Genauso liegen oft die Gerüche auf dem Boden. Und meine Hunde möchten diesen Gerüchen folgen. Früher habe ich sie hier aufgefordert weiter zu gehen. Nicht zurück gehen, nur nach vorn. Zu langes warten habe ich ebenfalls abgebrochen. Zugegeben ist das mit drei Hunden hin und wieder durchaus schwierig. Jedoch gebe ich mir inzwischen größte Mühe den Weg so zu laufen, wie meine Hunde es möchten. Und wenn es 100 Meter vor und 40 Meter zurück geht, um danach wieder vor zu gehen, dann ist das so. Wenn einer der Hunde bummelt trainiere ich mit den anderen beiden Tricks, verstecke eine Futtersuche oder nutze die Zeit für Entspannungstraining. So haben wir unsere Spaziergänge wahnsinnig entschleunigt und meine Hunde können in ihrer Welt abtauchen. Bummeln alle drei trinke ich einen Schluck Tee, atme die frische Luft tief ein und lausche der Natur.

Niemand kann dir vorschreiben wie dein Spaziergang auszusehen hat. Ob dein Hund links, rechts, hinten oder vorn läuft. Wie oft er dich anschauen muss, wie schnell ihr seid oder was auch immer. Das entscheidest ganz allein du und dein Hund. Euer Leben, eure Regeln. Diskussionen hierüber auf Spaziergängen meide ich strikt, denn ich muss und will mich dafür nicht rechtfertigen. Und du musst das ebenso wenig.


Achtsamkeit, Tee und entspannte Strecken mit ausreichend Zeit werden euch eine wundervolle Zeit bescheren. Sag mir, was machst du um deine Spaziergänge entspannter zu gestalten?