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11. März 2021

PODCAST #106: WIE MANAGEMENT DEIN LEBEN MIT HUND POSITIV BEEINFLUSST – INTERVIEW MIT TINE LANGE


Immer, wenn eine Hundehalter*in etwas im Leben und Verhalten mit ihrem Hund ändern möchte kommt Management ins Spiel. Es ist eine der ersten und wichtigsten Säulen, um positive Veränderungen im gemeinsamen Leben zu bewirken. Je schwieriger die Situation ist, umso wichtiger sind gute Managementmaßnahmen. Das Wort Management hat dabei nicht immer den besten Ruf, vielleicht auch, weil die Definitionen davon oft sehr unterschiedlich ausfallen. Tine Lange von Fairdogs bricht in diesem interview mit mir eine Lanze für gutes Management.

In dieser Podcastfolge erfährst du:

  • Was bedeutet Management
  • Wie du unangenehme Situationen mit gutem Management vermeiden kannst 
  • Welch großes Potenzial Management im Hundetraining hat
  • Wie du Einschränkungen durch Management wieder ausgleichen kannst
  • Warum Management die Beziehung zu deinem Hund verbessert
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Im Alltag reagieren Hunde oft nicht so, wie wir Menschen uns das wünschen. Gerade dann ist Management häufig der erste Schritt, um im Alltag eine schnelle Soforthilfe zu leisten, um wieder durchatmen zu können. Dabei bedeutet Management nicht, vor der Situation wegzulaufen. Es heißt viel mehr, dass der Hund nicht in eine Situation gebracht wird, die er noch nicht schaffen kann.


"Hundehalter*innen sind Manager*innen des gemeinsamen Lebens."

Tine Lange


Durch Management wird unerwünschtes Verhalten verhindert, um erwünschtes Verhalten ermöglichen und verstärken zu können. Dabei wird nicht versucht aktiv auf den Hund einzuwirken, sondern die Umwelt und Situation wird entsprechend verändert, damit das unerwünschte Verhalten nicht auftritt. Beispiele hierfür können sein in einer Begegnungssituation einen Bogen zu laufen, Fenster mit milchiger Folie abzukleben, oder auch den Hund eine Zeit an der Leine zu lassen, damit er nicht in einem Maß mit den für ihn schwierigen Reizen konfrontiert wird, die er nicht aushalten kann.


"Jede Managementmaßnahme sollte ein positives Ergebnis für den Hund bereit halten."

Tine Lange


Es ist wichtig unerwünschtes Verhalten zu verhindern, um den ständigen Stressfaktor für den Hund und Mensch zu reduzieren und so eine gute Basis für das Training zu schaffen. Außerdem wird so verhindert, dass der Hund unerwünschtes Verhalten weiter übt.

Management bedeutet nicht, den Hund zu strafen, ihn oder alle seine Ressourcen zu kontrollieren. Es geht darum, die Umwelt und die Situation positiv zu beeinflussen, um die Situation für den Hund angenehm zu gestalten.


"Du darfst deinem Hund helfen"

Tine Lange


Oft glauben Hundehalter*innen, dass Management nicht angewandt werden darf, da der Hund eigentlich da durch müsste, da er es sonst nicht lernen kann. Häufig gesellt sich hier noch ein Gefühl der Unfähigkeit oder Ablehnung hinzu und man glaubt nichts zu schaffen, sondern nur auszuweichen. Scheinbar von Außen be- und verurteilt zu werden und unsere Sozialisierung und das Verständnis zum Hund macht es uns häufig schwer, Management zuzulassen.


"Ich erlaube mir Management zu betreiben. Ich erlaube mir Spaß zu haben. Ich erlaube meinem Hund seine Besonderheiten zu haben."

Tine Lange


Ein großes weiteres Potenzial von Management ist es, zu merken, dass es ok ist nicht ständig zu trainieren und das es ok ist, dem Hund zu helfen. Es ist ok, nicht perfekt zu sein. Die Bedürfnisse des Hundes und des Menschen werden klarer und für die Hundehalter*innen besser erkennbar. 

Management bedeutet oftmals zuerst eine Einschränkung. Durch Enrichment wird es möglich, Bedürfnisse in Alternativen oder sicheren Situationen wieder zu ermöglichen und so das Wohlbefinden des Hundes und des Menschen zu steigern.  Beide bekommen wieder mehr Freude an ihrer gemeinsamen Zeit.


"Ich erlaube meinem Hund seine Besonderheiten zu haben"

Tine Lange


Enrichment bietet dem Hund die Möglichkeit einer Beschäftigung oder einem Verhalten nachzugehen, dass dem Hund wichtig ist, er im Alltag aber nicht zeigen darf oder kann. Das kann im einfachtsten Fall Futter aus einem Schnüffelteppich oder einer Leckmatte sein. So werden die Bedürfnisse im Alltag noch mehr gesehen und beachtet. 


"Ist mein Ziel, von dem ich dachte, dass ich es habe, wirklich das, was ich möchte?"

Tine Lange


Management ist fast immer der erste Schritt im Training.  Oft verändert sich das Ziel, sobald die ersten Managementmaßnahmen umgesetzt werden. Es wird klarer, dass es manchmal doch nicht das ist, was man wirklich braucht. Zusätzlich verändert sich die Sicht und es wird möglich, nicht mehr nur zu sehen, was man nicht mehr haben möchte, hin zu einer positiven Formulierung des Ziels. Durch die veränderte Situation durch Management verändern sich oft auch die Bedürfnisse und das Blickfeld des Menschen. Und das beste: Aus manchen Managementmaßnahmen können, wenn sie dem Bedürfnis des Hundes entsprechen, sogar erwünschte Alternativverhalten entstehen, die der Hund langfristig sogar allein zeigt. 


"Ich wünsche mir, mehr Menschen mit ihren Hunden glücklich zu sehen"


Links zu Tine Lange von Fairdogs

Wenn du mehr zu Tine und ihrem Training erfahren möchtest, dann schau gern bei ihr vorbei.

Website: fairdogs.de

Fair Dogs Podcast: https://www.fairdogs.de/podcast 

Webinar "Endlich wieder entspannt spazieren gehen": https://www.fiffiundstruppi.de/produkt/endlich-wieder-entspannt-spazieren-gehen/


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Tags

Aggressionsverhalten, Angst, Autofahren, Begegnungstraining, Belohnung, Hundetraining, Leinenaggression, Management, Trennungsstress, Umwelt


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