WIE DEIN HUND GESUND & GLÜCKLICH DURCH DEN WINTER KOMMT

22. Januar 2019

Spätestens jetzt ist er überall da, der Winter. Wir hatten heute morgen einen ganz bezaubernden Spaziergang. Klirrende Kälte, gefrorene Natur und strahlender Sonnenschein. Auch wenn ich den Winter prinzipiell nicht besonders mag, war dieser Spaziergang wundervoll. Meine Hunde haben es ebenso genossen. Eon paar Eckpunkte solltest du im Winter jedoch beachten, damit dein Hund gesund und glücklich durch diese Jahreszeit kommt.

Immer schön aufwärmen

Bei eisigen Temperaturen steigt die Verletzungsgefahr enorm. Daher empfehle ich dir, deinen Hund immer gut aufzuwärmen bevor er sich schnell bewegt, spielt oder anderweitige akrobatische Kunststücke machen möchte. Ich nutze hierzu immer das 10 - Leckerli - Spiel. Die Leckerli werfe ich dabei nicht besonders weit weg, immer in Laufrichtung meiner Hunde. Danach laufen wir noch einige Minuten gemütlich zusammen bevor sie losflitzen können. Ist der Hund bereits etwas aufgewärmt kann auch ein Leckerlibaum eine tolle Gelegenheit sein, den Hund etwas zu mobilisieren und alle Muskelgruppen zu aktivieren.

Bevor es wieder ins Auto geht machen wir auch immer unser Cool Down. Wir starten wieder mit einem 10 - Leckerli - Spiel und gehen dann gemeinsam im Schritttempo einige Minuten, bis wir am Auto sind. So verringert sich die Verletzungsgefahr. Denn gerade bei diesen kalten Temperaturen können sich unsere Hunde schnell Muskelfaser- bis Muskelabrisse zuziehen, Kreuzbänder reißen etc pp. Auf wildes Spiel mit Hundefreunden verzichte ich bei Minusgraden komplett.

Lieber zu warm als zu kalt

email Kurs

------- kostenfreier Email Kurs -------

Gemeinsam statt Einsam

Stehst du oft allein in Wald und hast das Gefühl dein Hund hat dich vergessen? Wünscht du dir mehr Aufmerksamkeit, um die gemeinsame Zeit mehr genießen zu können?

In diesem Minikurs bekommst du meine 4 wichtigsten Übungen für mehr Aufmerksamkeit bei deinem Hund.

Ich ziehe meine Hunde immer lieber etwas zu warm an. st es ihnen zu viel kann ich es jederzeit ausziehen. Haben sie zu wenig an würden sie frieren, sich unwohl fühlen, das Verletzungsrisiko steigt und sie sind nervöser. Deshalb empfehle ich dir, deinem Hund einen funktionalen und bequemen Pullover oder Mantel anzuziehen. Bei uns sieht das aktuell so aus: 

  • Labrador Wom: nackig, der geht immer noch baden, bekommt am Auto sofort einen Bademantel an, um schnell zu trocknen
  • Viserio Galgo: Trägt einen dicken Wintermantel
  • Pablo Beagle: Trägt ebenfalls einen dicken Wintermantel
  • Picu Galgo: Trägt einen Körperwärme schützenden Body und darüber einen dicken Wintermantel wegen seiner Arthrose, ihm macht die Kälte sonst sehr zu schaffen

Du siehst, es gibt kein allgemein gültiges Rezept, wie für nichts im Leben. Aber du solltest gucken, dass die individuellen Bedürfnisse und Kälteempfindungen deines Hundes berücksichtigt sind. An der Leine trägt übrigens auch unser Labrador einen Pullover. Auf Grund der geringen Geschwindigkeit kann er sich hier nämlich nicht warm laufen.

Immer in Bewegung bleiben

Um nicht am Boden festzufrieren empfehle ich dir mit deinem Hund immer in Bewegung zu bleiben. Bleib Übungen solltest du im Winter lieber in deiner Wohnung machen. Niemand von uns hat Lust bei -5 Grad 5 Minuten sinnlos an einer Bushaltestelle zu stehen. Ebenfalls verzichte ich zu dieser Jahreszeit auf Sitz und Platz. Schmeißt sich mein Hund von selbst in den Schnee und wälzt sich kann er das gern machen. Dann hat er für sich selbst entschieden. Ich frage jedoch nichts ab, was ihn länger oder mehr an dem kalten Untergrund hält als nötig.

Verweilen wir an einem Ort, da wir auf etwas oder jemanden warten nutze ich auch hier gern das 10 - Leckerli - Spiel, um die Hunde in Bewegung zu halten. Denn je länger wir stehen, desto mehr fangen sie an zu zappeln. Sie tanzen von einem Bein auf das andere, um nicht festzufrieren. Keine schöne Vorstellung, oder?

Alte und Kranke Gelenke aufwärmen

Zu Hause angekommen flitzt Picu immer sofort in sein Bett und wartet auf genau eine Sache: Sein Rotlicht! Ich habe direkt neben seinem Bett eine Rotlichtlampe, die seine Knochen wärmt und etwas vom Schmerz befreit. Vor allem er hat mit den aktuellen Temperaturen seine Probleme. Unter anderem dank der Rotlichtlampe geht es ihm nach wie vor gut. Außerdem macht es Sinn mindestens jetzt im Winter über die Ernährung die Gesunderhaltung der Gelenke zu unterstützen. Bei uns gibt es hierfür täglich Hagebuttenschalen, Kollagen und Grünlippmuschelpulver mit ins Futter. 

Unsere Spaziergänge haben wir auf die hellen Tageszeiten verlegt. Morgens gegen 10 Uhr und Nachmittags gegen 15 Uhr sind wir draußen unterwegs. Da scheint häufig die Sonne und das Wetter ist angenehmer. Im dunkeln gehen wir nur noch kurz raus zum Pipi.

Und was meine Hunde ganz besonders lieben und ihnen hilft ist unsere selbstgekocht Knochenbrühe. Sie enthält viel Gelatine und ist aus TCM Sicht wärmend und unterstützend für den gesamten Körper. Ich koche hier immer einen großen Topf und friere es in Portionen ein. Dadurch nehme ich aus chinesischer Sicht zwar wieder etwas Wärme heraus, aber die Gelatine zur Gelenksunterstützung bleibt da.

Beschäftigung indoor

Aktuell lernen meine Hunde verschiedene Formen zu unterscheiden. Ziel ist es, dass sie die entsprechende Form später aus einer Vielzahl von Formen identifizieren und anzeigen, auf Signal. Das macht ihnen unglaublich viel Spaß, fördert ihre Konzentration und Denkleistung, nimmt nicht viel Platz in Anspruch, braucht keine große Vorbereitung (die Formen habe ich aus Buntpapier ausgeschnitten) und ihr könnt es im warmen Wohnzimmer machen. Jede Art von tricks eignet sich hervorragend, um den Winter mit viel Spaß und ohne unnötige Kälte zu verbringen.

Denke immer daran, dein Hund friert ebenso, fühlt sich unwohl, kann sich verletzten, wird alt und möchte einfach ein schönes Leben führen. Führt es gemeinsam.

Deine Tina